Heimat oder doch lieber „Dahoam“

December 10, 2020

Welches Bild würde ich jemanden zeigen, wenn man auf meine Heimat zu sprechen kommt? Vermutlich eher ein Postkartenfoto, wo man neben der idyllischen Ortschaft auch die schöne Landschaft sieht, die Sie umgibt.

Aber welches Bild beschreibt für mich persönlich wirklich meine Heimat?

Ich würde folgendes Foto wählen! Das ist der Blick von meinem Garten. Wenn man genau schaut, sieht man den Kirchturm und dahinter die Kapelle am Friedhof. Das Ganze ist eingerahmt von viel Natur.

DechantskirchenDechantskirchen

Also Dahoam ist der Ort wo ich mich am wohlsten fühle. Ich mag die Landschaft, die Menschen und Erinnerungen, die in meinem Herzen fest verankert sind.

Mein Dahoam ist aber auch nur ein ganz kleiner Fleck auf diesem Planeten. Das vergessen die Menschen, die hier leben, manchmal - wie ich finde. Man schaut nicht über den Tellerrand, verzettelt sich in irgendwelchen nichtigen Kleinkriegen, ist skeptisch gegenüber Neuem.

Ich habe lange nur das Wochenende in meinem Dahoam verbracht, habe durch meinen Job Personen aus anderen Kulturen getroffen; habe erfahren, wie es sich anfühlt, in einer Großstadt zu leben. Und ich war sehr gerne in Wien - der schwarze Humor und vor allem die Kultur dieser Stadt haben es mir angetan. Dieser Mix an Erfahrungen formt einen.

Um nochmal zurück auf die Fotografie zu kommen: Die ganzen vergangenen Eindrücke – Erlebnisse, Gefühle, Kulturerfahrungen und viel mehr - lassen mich die Welt durch meine Kamera so zeigen, wie ich sie sehe. Das wunderbare daran ist, dass dieser Blick nie derselbe bleiben wird, so hoffe ich zumindest. Ich möchte neugierig und aufgeschlossen gegenüber Neuem bleiben und das soll sich auch in meinen Bildern widerspiegeln.

 


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